Wien und seine Bunker

Flakturm Leitturm

1942 - 1945 wurden in Wien 6 dieser aus Stahlbeton bestehenden Abwehr und Schutzbauten errichtet ( Flaktürme ) die im Dreieck um die Wiener Innenstadt noch heute in voller Pracht stehen. Jeweils 1 Gefechtsturm und 1 Feuerleitturm gehörten zusammen, was man anhand der Standorte allerdings auch gut erkennen kann, 2 dieser Ungetümer stehen heute anderswertig in Benutzung, die anderen stehen leer. Auf den Fotos hier seht ihr so einen leerstehenden Flakturm mit seinen unzähligen Orientierungshilfen und Markierungen, auch der Aufzugsschacht sowie einige Luftschutztüren seht ihr auf den Fotos



Sanitätstruppbunker

am Wienerberg

Ganz unscheinbar unter einen KFZ Werkstatt schlummert dieser alte Luftschutzbunker der heute als Reifendepot in Verwendung ist. Im Krieg war hier ein Sanitätstrupp stationiert, der von hier aus zu diversen Einsätzen gerufen wurde. Interessant sind auch die in der Nähe befindlichen Rettungsstellen von denen heutzutage aber nichts mehr übrig ist. Auch der nächstgelegende Luftschutzbunker wurde hier vermerk, welcher in diesem Fall der Luftschutzbunker unter dem Haydnpark ist.



Flaktürme Wien Augarten

1942 - 1945 wurden in Wien 6 dieser aus Stahlbeton bestehenden Abwehr und Schutzbauten errichtet ( Flaktürme ) die im Dreieck um die Wiener Innenstadt noch heute in voller Pracht stehen. Jeweils 1 Gefechtsturm und 1 Feuerleitturm gehörten zusammen, was man anhand der Standorte allerdings auch gut erkennen kann, 2 dieser Ungetümer stehen heute anderswertig in Benutzung. Hier auf diesen Fotos seht ihr den jüngsten Flakturm aus Wien mit seinen markanten Narben aus vergangenen Tagen. 1946 haben dort Kinder mit der im Turm gelagernden Munition gespielt und eine kräftige Ladung in die Luft gesprengt, die Ausmaße dieser Explosion kann man auf den Fotos sehr gut erkennen. Gleich mehrere Stockwerke "hängen" im Inneren vor sich hin und wenn man bedenkt wieviel Stahlbeton hier verbaut wurde ( Außenmauern zb 2,5m dick ), muss das eine mehr als mächtige Explosion gewesen sein. Auch die Russen wollten diesen Gigant sprengen, allerdings sieht man an den verhältnismäßig "kleinen Löchern" das dieses Vorhaben bald wieder aufgegeben wurde.



Luftschutzwerksbunker Wien 21

 

Natürlich wurden im Krieg nicht nur Luftschutz Anlagen unter Häusern und öffentlichen Parks errichtet, auch etliche Werksbunker bzw. Luftschutzstollen wurden zum Schutze der Arbeiter errichtet um im Falle eines Luftangriffes überleben zu können. Meistens wurden diese Luftschutzanlagen in und um diese kriegswichtigen Fabriken errichtet um allen Arbeiten Schutz bieten zu können. Während die einen Luftschutzanlagen direkt über die Fabrikhallen erreichbar waren, wurden andere völlig autark und mit eigenem Bunkereingang versehen. Von kleinen Einmannbunkern bis hin zu Anlagen die tausende Menschen aufnehmen konnten wurden diese Bauten in kürzester Zeit errichtet.

 

Dieser Werksbunker befindet sich auf einem großen Areal einer Maschinen & Motorenfabrik in Wien und war nur über einen eigenen Eingang erreichbar. Etliche Räume mit Inventar und sogar noch sehr gut erhaltene Luftschutztüren sprechen von einer lang vergangenen Zeit. Auch gut zu erkennen ist die Nachnutzung als dieser Bunker als Lager verwendet wurde. Wenn man den letzten Bestellzetteln im Büro Glauben schenkt, war 1956 mit der Nachnutzung Schluss.

 

Generell gibt es in Wien noch einige "versteckte" Luftschutzbunker die unter Fabriken vor sich hinschlummern. Teilweise wissen selbst treue Arbeiter gar nichts von diesen Anlagen, bleiben wir also gespannt welchen Bauten wir noch finden werden.

Mehr Fotos dieser Anlage findet ihr auf Facebook unter den Beiträgen "Luftschutzwerkbunker Wien 21 "



Der Gaugengefechtsstand - Schirachbunker

Gallnitzberg 1140 Wien

Der "Schirachbunker" am Gallitzinberg wurde 1940 als zentrales "Luftwarnzentrum" der Ostmark oberirdischen errichtet. Nach den ersten Bombadierungen entschloss man sich allerdings dazu das ganze Bauwerk unterirdisch zu verlagern, was auch in der Zeit von 1942 - 1945 geschah. Ein langer Gang führte ein paar Meter von der Adolf Hitler Warte entfernt ( Heute Jubiläumswarte ) den Berg hinunter wo sich der 2 geschossige Bunker befand. Ein langes Stück weiter gab es auch noch einen Notausgang, somit war dieser "Bunker" gute 250m lang. Sogar der Fliegeralarm mit dem gefürchteten "Kuckuck" Signal, welches im Reichssender Wien unüberhörbar war, wurde von dieser Anlage ausgelöst. Nach dem Krieg wurden alle Eingänge zubetoniert und der Notausgang, welcher auf diesen Fotos hier ersichtlich ist, gesprengt. Wenn man allerdings vor den Trümmern dieser Anlage steht, spürt man noch einen kalten Luftzug was vermuten lässt, das es irgendwo noch einen 2 Eingang/Loch/Lüftung geben muss. Den Gerüchten zufolge gibt es hier sogar noch ein wenig mehr....



Luftschutz Tiefbunker

Wien Ottakring 1160

Wenn ihr denkt das die Wiener Flaktürme neben Luftschutzkellern/Räumen die letzten verblieben Kriegsrelikte in Wien sind, habt ihr euch gewaltig getäuscht. Wien hatte etliche Luftschutztiefbunker unter Parkanlagen, Bahnhöfen oder auch Hotels die man heutzutage sehr schwer an der Oberfläche erkennen kann. Einige dieser Bauten wurden abgerissen ( zb Tiefbunker Südbahnhof ), verschüttet ( zb Tiefbunker Pezzlpark ) oder umgebaut ( Tiefbunker Florianipark - Rathaus ). Die wenigen verbliebenen und noch begehbaren Luftschutztiefbunker sind meistens verschlossen oder zugemauert. Wie der Name schon verrät waren Luftschutzbunker dafür da, der Bevölkerung bei einem Luftangriff Schutz zu bieten. Nach den "Bestimmungen für den Bau von Luftschutzbunkern" wurden in Wien erstmals unter Parks diese Anlagen errichtet, völlig autark und seinerzeit "modern" eingerichtet. Grundsätzlich hatte jede Anlage dieser Bunker-Klasse 44 Luftschutzkammern und war für ca 300 Menschen konzipiert. 2 Maschinenräume mit Schutzraumbelüftern und Gas/Kampfstofffiltern, Aborte ( Toiletten ) und Waschräume gab es natürlich auch. Auf einer größe von 40x20m und einer Raumfläche von ca 760qm drängten sich aber oftmals doppelt soviele Menschen als diese Anlage eigentlich aufnehmen konnte. Auf den Bildern seht ihr so einen Luftschutztiefbunker unter einen Wiener Park, der nach wie vor im Dornröschenschlaf vor sich hin schlummert. Durch eine kleine Luke und einer steilen Treppe gelangt man ins Innere, wo einem eine seit Jahren abgestandene Luft wegen fehlender Belüftung erwartet. Bis auf ein Klo, den beiden Maschinenräumen sowie 4 Luftschutztüren ist die Anlage leider leer.

Datenquelle: Wikipedia



Was ist eine U-Verlagerung überhaupt?

Der Begriff "U-Verlagerung" steht für "Untertage Verlagerung" was bedeutet das während dem 2en Weltkrieg viele kriegswichtige Rüstungs- und Produktionsanlagen unter die Oberfläche verlagert worden sind um sie vor Bombenangriffen zu schützen. Vor allem in alten Eisenbahntunnels, Bergwerken, Brauereigewölben oder neu errichteten Keller/Stollensystemen wurden diese Fabriken Untertage verlagert um auch im Krieg weiterproduzieren zu können. Auslöser für dieses Vorhaben war ein Bombenangriff durch die britisch Royal Air Force auf einen Rüstungsbetrieb in Peenemünde. Nach diesem Verlust ordnete die NS-Regierung die Verlagerung wichtiger Fabriken Untertage an.



Werks Luftschutzkeller

Öffentliche Luftschutz und Kriegsbauten wie die Wiener Flaktürme kennt man, bei den vergessenen Luftschutzbunkern und Luftschutzkellern auf Firmenarealen schaut diese Sache anders aus. Etliche vergessene Kriegsbauten wurden so vergessen und tauchen nach langer Recherche wieder auf, so wie auch dieser vergessene Werkskeller einer bekannten Maschinenfabrik in Wien.



Wien Landstraße U - Verlagerung

Heute widmen wir uns mal einer/mehreren unterirdischen Anlagen die es schon lange vor dem 2. Weltkrieg gab, insgesamt soll es hier 4 Stockwerke mitten in der Stadt in die Tiefe gehen. Mittlerweile gibt es über diese gut versteckten und dennoch offensichtlichen Anlagen eine Menge Theorien, jeder der sich damit befasst bzw. sich mit der Materie auskennt sagt etwas anderes. Von der Giftgaslagerung bis hin zu etlichen versteckten Panzern türmen sich die Mythen auf, was man davon glauben möchte bleibt jedem selbst überlassen.

 

Nichts desto trotz liegt hier mitten in Wien ein unterirdisches Keller/Stollen Labyrinth das in alle Richtungen abzweigt. Mehrere verschiedene Anlagen bzw. Stollen die damals und auch mit der Zeit unterschiedliche Zwecke hatten ( Eiskeller, Keller, Stollen, U-Fabrik etc.) schlummern nach wie vor in der Tiefe Wiens. Mittlerweile wurde selbstverständlich durch viele Neubauten dieses unterirdische Netz angeschnitten, viele Teile wurden dicht gemacht, verschüttet oder sind mit der Zeit zusammengebrochen. Die komplette Ausmaße kann man somit heute kaum mehr sagen, wenn man aber den Berichten mancher Zeitzeugen und Infos glaubt, ging dieses Labyrinth in alle Richtungen, sogar bis hin zum Arsenal.

Zustand heute?

 

Es gab, vorallem damals, etliche Menschen die in dieser Anlage waren und sich gut daran erinnern können, daß es schon vor 30 Jahren verdammt schwer & gefährlich war in die unteren Stockwerke zu gelangen, laut Zeitzeugen steht sogar das unterste Stockwerk teilweise unter Wasser. Was man daraus schließen kann ist, daß es mittlerweile nicht einfacher geworden sein wird sich in diesen Anlagen zurecht zu finden. Wie schon oben beschrieben ist es schwer zu sagen wie groß bzw welche Teile der Anlagen denn überhaupt noch begehbar sind. Ein kleiner Teil wird heute als "Schießstand" benutzt, ein Anderer als Abstellplatz bzw kleines Lager/Depot. Fakt ist aber, es gibt nach wie vor noch ein riesiges unterirdisches Stollensystem das einige Geheimnisse mit sich bringt.

Mehr von dieser Anlage gibt es auf Facebook für euch!



Siemens Schuckert

Wien 1130 - Landstraße

Das das unterirdische Wien oftmals Überraschungen bereit hält wissen wir ja mittlerweile, so staunten wir auch diesmal nicht schlecht als wir uns in diesen "Siemens Schuckert Räumen" unter dem 3 Gemeindebezirk wiederfanden. Nachdem es einen kleinen Lüftungsschacht in die Tiefe ging, strahlte uns sofort eine Aufschrift mit "Siemens Schuckert A.G." ins Gesicht. Wenn man den Aufschriften die aus der Kriegszeit stammen glauben schenkt, gibt es von hier Verbindungen bis hin in den ersten Bezirk. Welchen genauen Zweck diese Räumlichkeiten hatten konnten wir leider noch nicht herausfinden, von einer Telefonzentrale bis hin zu einer Trafostation ( darauf hin würden auch die Räume deuten ) spalten sich hier die Meinungen. Laut Wandbeschriftung gab es hier eine Leitung die bis in die Nibelungengasse ging, dort waren bis vor 25 Jahren noch Büros der Siemens Schuckert A.G. was wiederrum einen Zusammenhang darstellen könnte. Den Zutritt bekamen wir dank eines Mitarbeiters, allerdings wusste diese absolut gar nichts über die einstige Nutzung!




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