Wiener Luftschutzkeller


Feuchtgebiete

Dank unseren Kollegen von Worte im Dunkel konnten wir vor kurzem diesen kleinen und nur durch eine schmale 25cm große Öffnung betretbaren Keller besuchen. Warum es in Wien etliche Keller gibt, die wegen Feuchtigkeit sich selbst überlassen wurden, wird einem in diesem 3 Kellergeschoss ganz besonders bewusst. Ein einmaliges Regenwaldklima, an jeder Ecke riesige Spinnweben mit Schimmel überwachsenen toten Spinnen und so morschem Holz, dass man nirgends ankommen sollte machen den Bereich zu einem riesigen Hindernissparkour, den kein normaler Mieter mehr freiwillig betretet. Interessant ist auch zu wissen, dass es neben der kleinen Insel La Gomera, die den einzigen Regenwald Europas besitzt, auch mitten in Wien so ein Naturspektakel gibt!



Kohlebahnen

Schienen und Kohleloren im Hauskeller, was soll denn das? Den Luxus von Fernwärme und Fußbodenheizung hatte man vor 100 Jahren noch nicht, deswegen gab es in etlichen Kellern Heizöfen, die das ganze Haus mit Wärme versorgt haben. Über eine Kohlerutsche beförderte man den Brennstoff in die Keller, wo er dann mittels Eigenkraft zu den Brennöfen weitertransportiert wurde. Um sich diese Schlepperei ein wenig zu erleichtern, betonierte man Feldbahnschienen in die Böden und fuhr mit selbstgebastelten Wagen, aber auch mit originalen Loren wie sie in Bergwerken verwendet werden, zu den Brennöfen. Heute findet man noch hin & wieder Keller mit diesen Schienen, die in ganz seltenen Fällen sogar noch verwendet werden. Auf den folgendes Fotos seht ihr so einen alten Keller, der im letzten Eck sogar noch die Originale Kohlelore versteckt hatte, die mittlerweile seit über 50 Jahren hier „abgestellt“ ist!



ehemalige Luftschutzkeller

Wenn man durch Wien spaziert, findet man immer wieder verdächtige Gitter im Boden oder dicke Stahlblenden an den Hausfassaden. Diese Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg signalisieren uns heute wo sich einst ein Luftschutzkeller bzw ein Luftschutzraum befand. Durch enge Schächte mit Stahlsprossen konnte man sich so im Notfall an die Oberfläche retten ( Im Falle eines Bombentreffers war dies allerdings kaum möglich, da diese Notausstiege meist sehr nah an den Häusern errichtet worden waren) . Während viele der Luftschutzbauten kaum mehr als diese erkennbar sind, haben doch etliche dieser massiven Stahlrelikte die Zeit überstanden und sind mittlerweile so im Stadtbild integriert, dass man sie so gut wie gar nicht mehr wahrnimmt. Auf den folgenden Fotos seht ihr einen alten Luftschutzkeller, der bis auf die Türen ( mit der Aufschrift "Rauchen verboten) , stellenweise fluoreszierender Wandfarbe und einem letzten Richtungspfeil kaum mehr erkennbar ist. Die ehemaligen Aborte ( WC Anlage ) konnten wir auch noch ausfindig machen, diese wird heute allerdings nur noch als Rumpelkammer verwendet. An einer relativ dünnen Stahltüre ist auch noch die Aufschrift "Sanitätsraum" zu erkennen, von wann dieser mit Kreide geschriebene Hinweis allerdings stammt, ist fraglich. Obwohl der Luftschutzkeller schon lange ausgedient hat, verbringt er doch so manches Geheimnis!

Wenn man durch Wien spaziert, findet man immer wieder verdächtige Gitter im Boden oder dicke Stahlblenden an den Hausfassaden. Diese Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg signalisieren uns heute wo sich einst ein Luftschutzkeller bzw ein Luftschutzraum befand. Durch enge Schächte mit Stahlsprossen konnte man sich so im Notfall an die Oberfläche retten ( Im Falle eines Bombentreffers war dies allerdings kaum möglich, da diese Notausstiege meist sehr nah an den Häusern errichtet worden waren) . Während viele der Luftschutzbauten kaum mehr als diese erkennbar sind, haben doch etliche dieser massiven Stahlrelikte die Zeit überstanden und sind mittlerweile so im Stadtbild integriert, dass man sie so gut wie gar nicht mehr wahrnimmt. Auf den folgenden Fotos seht ihr einen alten Luftschutzkeller, der bis auf die Türen ( mit der Aufschrift "Rauchen verboten) , stellenweise fluoreszierender Wandfarbe und einem letzten Richtungspfeil kaum mehr erkennbar ist. Die ehemaligen Aborte ( WC Anlage ) konnten wir auch noch ausfindig machen, diese wird heute allerdings nur noch als Rumpelkammer verwendet. An einer relativ dünnen Stahltüre ist auch noch die Aufschrift "Sanitätsraum" zu erkennen, von wann dieser mit Kreide geschriebene Hinweis allerdings stammt, ist fraglich. Obwohl der Luftschutzkeller schon lange ausgedient hat, verbringt er doch so manches Geheimnis!



Luftschutzräume Innere Stadt

Von geheimen Verbindungsgängen bis hin zu versteckten Gruften findet man unter Wien etliche Relikte von der Vergangenheit. Ein großes Kapitel spielt hierbei der zweite Weltkrieg welcher den Wiener Untergrund noch einmal mächtig geprägt und verändert hat. Durch das Luftschutzraumnetz Innere Stadt, durch unzählige Luftschutzräume aber auch geheimen Gängen bekam das Unterirdische Wien eine ganz Neue und vorallem überlebenswichtige Bedeutung. Viele Wiener Keller stehen wegen Feuchtigkeit oder mangelnder Instandhaltung leer und werden sich selbst überlassen, so passiert es nicht selten das man sich in so einer Zeitkapsel des zweiten Weltkrieges wieder findet. Notausgänge, Mauerdurchbrüche aber auch die erwähnten Verbindungsgänge und Luftschutzmakierungen zählen hierbei zu den häufigsten Relikten die in so gut wie jedem zweiten Keller zu finden sind. Gut erkennbare Luftschutzräume wie auf den hier gezeigten Bildern gehören da schon zur Ausnahme, auch eine noch gut erhaltene Luftschutztüre sowie eine Luftschutzklappe haben den Zahn der Zeit in diesem Keller überstanden. Insgesamt geht es zwei Stockwerke in die Tiefe, wobei sich der eigentliche Luftschutzraum im zweiten Kellergeschoss befunden hat. Auf den Fotos ist der ehemalige ca 40qm große Luftschutzraum zu sehen, auch die Luftschutztüre sowie der noch gut erhaltene Notausgang der in ein Kellerabteil des ersten Kellergeschosses führt. Interressant ist auch die Luftschutzklappe welche man vergleichsweise selten in der Wiener Unterwelt findet!



Luftschutzräume im Klosterkeller

Ein 1671 erbauter Klosterkeller der im zweiten Weltkrieg zu einem riesigen Luftschutzkeller umgebaut worden ist. Insgesamt geht es 2,5 Etagen tief unter die Erde, vorbei an Relikten die an eine schreckliche Zeit erinnern. Auf den Fotos seht ihr einen kleinen Durchschlupf mit nachträglich eingebauten Fernwärmerohren der zwischen erster und zweiter Kelleretage abzweigt. Am Ende dieses Ganges in einem kleinen Raum liegt eine zerstörte Luftschutztüre sowie ein metallenes Bett aus den Kriegstagen, was hier in diesem Raum wohl einst passiert ist, lässt sich heute nur noch erahnen. Auch ein kleiner und enger Fluchttunnel der in das gegenüberliegende Gebäude führt das einst Teil des Klosters war, zweigt hier ab. Erst nachdem mitten durch das ehemalige Kloster eine Straße gebaut wurde, entstanden so die heutigen 2 Wohnhäuser die unterirdisch nach wie vor verbunden sind. Auch gut zu erkennen ist die gut erhaltene fluoreszierende Wandfarbe die sich durch den riesigen Luftschutzkeller schlängeln sowie die eingemauerten Holzkeile an denen einst diverse Stromleitungen montiert waren!

Hier geht es zu weiteren Bildern aus diesem Keller:



klassischer Luftschutzkeller

Im Krieg wurden im Zuge des Führer - Sofortprogrammes ( oder auch Luftschutzprogramm ) viele Keller luftschutzsicher hergerichtet um in Falle eines Luftangriffes den Bewohnen schnellen Schutz zu bieten. Mit Notaustiegen auf die Strasse, Gasschleussen, Notaborte/Aborte, Mauerdurchbrüchen, Luftschutzhausapotheken für die Erstversorgung und etlichen Wandaufschriften ( auch fluoreszierend ) wurden so Keller & Räume gschaffen die die Menschen vor dem Tod bewahren sollen. Heute nach über 70 Jahren sind unzählige dieser Keller nach wie vor vorhanden, teilweise sogar mit ganz offensichtlichen Relikten aus dieser Zeit. Hier auf diesen Fotos seht ihr einen klassischen Luftschutzkeller mit fluriszierender Wandfarbe, auch die alten Stromleitungen an den Wänden sind gut zu erkennen. Heute sind viele ehemalige Luftschutzkeller in diesem Zustand zu finden, selbst umgebaute Keller haben nach wie vor etliche Hinweise an diese Zeit!

Auch im Luftschutzraumnetz Innere Stadt sind nach wie vor etliche Luftschutzkeller & Luftschutzräume zu finden. Auch deren Verbindungsgänge und Sammelstellen, dazu aber hier mehr:



Hinter der Ziegelmauer

Nach dem Krieg wurden viele Räumlichkeiten und auch große Teile des "Luftschutzraumnetzes Innere Stadt" umgebaut und anderwertig genutzt. Egal ob Lagerräume oder Kellerabteile, man glaub gar nicht in was für geschichtlich interessanten Plätzen man sich tagtäglich bewegt. Hin und wieder gibt es noch zu gemauerte oder noch verschlossene "Mauerdurchbrüche" und Teile des Luftschutzraumnetzes Innere Stadt. Am besten erkennt man diese Relikte an den alten Stromleitungen an der Decke/Wänden die mittlerweile auch nur noch aus einfachen und verrottenten Holzbrettern bestehen können. Selten aber doch sind solche zugemauerten Stellen in der Wiener Unterwelt noch offen, so wie hier auf diesen Fotos. Aus Recherche wissen wir das in diesem Keller einst eine Fleischerei und deren Kelleranlagen im Luftschutzraumnetz Innere Stadt involviert waren!



Fluoreszierende Wandfarbe im Luftschutzraumnetz

Es ist kaum zu glauben wie viele Relikte in den Kellern Wiens die Zeit überlebt haben. Von Wandbeschriftungen, über Mauerdurchbrüche bis hin zu noch gut vorhandenen Luftschutztüren hat die Unterwelt von Wien so einiges zu bieten. Selbst noch gut fluoreszierende  Leuchtfarbe findet man öfters als man denkt. Auf den hier gezeigten Fotos seht ihr diese noch weitverbreiteten Relikte die in vielen Kellern zu finden sind. Auch im ehemaligen Luftschutzraumnetz Innere Stadt findet man sehr oft diese fluoreszierende Wandfarbe oder auch fluoreszierende Schilder die den Menschen einst bei der Orientierung halfen. 



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