Wiener Alltagsgeschichten


kurz nach dem 2. Weltkrieg

Wien war nach dem Zweiten Weltkrieg, so wie viele andere Städte, stark von Luftangriffen gezeichnet worden. Mehr als 50 solcher zerstörerischen Angriffe musste Wien auf sich ergehen lassen, bei denen etliche Gebäude, aber auch viel zu viele Menschenleben zerstört wurden. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges lagen somit viele Teile von Wien in Schutt und Asche, weswegen auch bald mit den Aufräumarbeiten begonnen wurde. Wohnungen mit Kartonplatten statt Glasscheiben waren nicht selten, immerhin war man froh das man überhaupt noch ein Dach über den Kopf hatte. Auch standen an vielen Stellen noch zerstörte Panzer, Flakbatterien und andere Fahrzeuge die im Krieg zerstört wurden. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs prägten auch sogenannte „Trümmerbahnen“ das Stadtbild, diese meist provisorisch verlegten Feldbahnen dienten dazu, die etlichen Tonnen Schutt aus dem Zentrum zu befördern. Luftschutzbauten und Kellerräume wurden oftmals auch mit Kriegsschutt verfüllt, dieses Ergebnis findet man selbst heute noch, wenn man durch die Wiener Unterwelt spaziert. Die folgenden Fotos zeigen das zerstörte Wien in den Jahren 1945/1946 nach Kriegsende, die ersten Fotos zeigen dabei Aufräumarbeiten mit den sogenannten „Trümmerbahnen“ , die restlichen Fotos einige Fahrzeuge und Alltagsbilder kurz nach dem Krieg.

 

Fotos: ÖNB - Österreichische National Bibliothek



Feld und Trümmerbahnen

Wusstet ihr, dass es nach dem Zweiten Weltkrieg sehr viele Feld- und Trümmerbahnen in ganz Wien gegeben hat? Auf provisorisch verlegten Gleisen haben etliche Feldbahnzüge unzählige Tonnen an Kriegsschutt befördert, um so die Stadt langsam wieder aufzuräumen. Dabei haben die sogenannten „Trümmerfrauen“ , zu denen es demnächst einen eigenen Beitrag gibt, ebenfalls eine Rolle gespielt. Am Bild seht ihr das Obere Belvedere mit dem trockengelegten? Teich, über das eine provisorische Feldbahn gelegt wurde. Auch im „Krankenhaus Lainz“ oder im „Otto Wagner Spital“ gab es lange Zeit Feldbahnen, die selbst Jahre nach dem Krieg für die Zustellung von Essen und Bettwäsche zuständig war!

 

Foto: Bildarchiv Austria



Salmannsdorf

Wusstet ihr, dass es in Wien einst einmal einen Oberleitungsbus gab? Zwischen 1908 und 1938 verkehrte die sogenannte „Gleislose Bahn Pötzleinsdorf–Salmannsdorf“ sowie zwischen 1946 und 1958 der O-Bus zwischen dem Währinger Gürtel und Salmannsdorf. Am Foto seht ihr eine Kreuzung zweier Fahrzeuge der „Gleislosen Bahn“ in Wien Döbling!

 

Foto: www.traminator.at

 



Der Winter in Wien

Der „echte“ Winter in Wien rutscht auch immer mehr in Vergessenheit, mit teilweise über 12 Grad um die Weihnachtstage herum ist das allerdings auch kein Wunder. Vor einigen Jahren hat das Ganze noch etwas Anders ausgesehen, deswegen begeben wir uns heute in das verschneite Wien zwischen 1920 und 1965, als sich unsere Straßenbahnen noch durch den Schnee kämpfen mussten und die Autos sowieso unter einer dicken Schneeschicht standen. Was war euer abenteuerlichstes Wintererlebnis?

 

Fotos: Österreichische National Bibliothek - Lothar / Scheibl


Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.